Ein Pokerabend der etwas anderen Art

Normalerweise spiele ich ja in etwas größeren Runden ab acht Teilnehmern aufwärts. An diesem Wochenende hat sich dies jedoch etwas anders dargestellt. Überraschenderweise kamen von geplanten 10 Teilnehmern nur vier. Alle anderen hatten kurzfristig aus diversen Gründen abgesagt. Da wir jedoch keinen Nerv hatten deswegen den Abend platzen zu lassen, mussten wir uns was einfallen lassen. Kurz zur Erklärung: Wir sind drei gute Hobby-Spieler und ein Poker-Profi, der seinen Lebensunterhalt mit Online-Poker bestreitet. Dabei spielt er hauptsächlich auf Seiten wie pokerstars.de oder partycasino.com.

Nach einigen eher lustlos gespielten Runden (die Blinds waren 5/10) kam dann eine simple Idee: Wie wäre es, wenn wir die Blindstruktur einfach mal verdoppeln? Normalerweise wäre das mit Sicherheit abgelehnt worden, weil das schlicht den „normalen“ Rahmen gesprengt hätte. Da wir aber nur vier Spieler waren, war das durchaus in unser aller Interesse. Bei der vorherigen niedrigen Blindstruktur wurde mehr gefoldet als gespielt. Was natürlich das Spiel sehr langweilig machte, da man so nicht gerade viel gewinnen konnte. Also: Gesagt – getan!

Danach war das Spiel nicht mehr vergleichbar. Weil der Pott nun deutlich höher war, wurden auch solche Blätter gespielt, die man sonst eher mal wegwirft. Also sowas wie 67s und ähnliches. Auch das Spiel wurde deutlich aggressiver. Auch im Vergleich zu bisherigen Runden mit deutlich mehr Spielern. Das belegten auch die vielen Rebuys pro Kopf. Dies hatte schon fast Turnier-Charakter. So ähnlich war auch das Ergebnis: Zwei Spieler gingen mit Gewinn vom Tisch, und die zwei anderen waren deren Finanziers. Auch wenn das Spiel so eher unüblich war: Durch die höheren Blinds und die deutlich aggressivere Spielweise hatte dieser eigentlich unglücklich begonnene Abend noch einen sehr interessanten Verlauf.  Alle waren sich einig: Diese Spielgestaltung wird gerne noch mal wiederholt. Versuch macht eben kluch!


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