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Kostenlose Zeitmanagement-/Zeiterfassungs-Software

Liebe Leserschaft: Hiermit erhalten Sie exklusiv den ersten Bericht im deutschen Sprachraum über eine sehr interessante kostenlose Zeitmanagement-Software!

Meist weiss man ja oft nicht so genau, wieviel Zeit man mit welchen Vorgängen nun verbraucht hat. Oft wird dazu auf kleine Zeiterfassungs-Tools zurückgegriffen oder es werden Übersichten per Excel erstellt. Mag hier und da ja sicher sinnvoll sein. Allerdings muss man die einzelnen Dinge (Brief schreiben, Rechnungen schreiben etc.) meist per Hand eingeben. Das kann man sich ab sofort weitestgehend sparen, wenn es um Dinge geht, die man am Computer erledigt!

Mit RescueTime kann man automatisch alle Tätigkeiten erfassen, die man am Computer so erledigt. Dabei werden sämtliche Programme und Internetseiten getrackt, die man genutzt hat bzw. besucht hat. Auch Spielzeiten werden übrigens damit klar nachvollziehbar aufgezeichnet. Man kann genau erkennen, wieviel Zeit man für welche Dinge gebraucht hat. Ich bin echt sehr angetan von dieser Lösung, da sie auch kostenlos -mit minimalsten Einschränkungen- erhältlich ist.

Man muss nur die erforderliche Software auf seinem PC installieren und sich danach auf der Website seine Statistiken ansehen. Schon beeindruckend…

Für professionelle Anwender gibt es entsprechend kostenpflichtige Varianten mit mehr Leistung. In diesen Varianten kann übrigens die Produktivität jedes Mitarbeiters (unsichtbar!) überprüft und nachvollzogen werden. Das mag jetzt dem ein oder anderen nicht gefallen. Doch für den Einsatz solch einer Software in größeren Unternehmen ist zumindest dort von Seiten des Betriebsrates zustimmungspflichtig. Wie dies in kleineren Unternehmen aussieht lasse ich mal im Raume stehen.

Primär will ich dieses sehr nützliche Tool allerdings den Freelancern und selbständigen Einzelunternehmern ans Herz legen: Eine Bessere statistische Zeitkontrolle- bzw. Zeitmanagement-Software wird man kaum bekommen. Viel Spass damit!

Woopra – Die bessere Google Analytics Alternative?

Ein gutes und zuverlässiges Trackingprogramm sucht wohl jeder, der sich öfters im Internet aufhält und eigene Seiten betreibt. Sei es nun eine "normal" Homepage, Forum oder Blog: Jeder möchte gerne wissen, wie und auf welchem Wege die Besucher auf die eigenen Seiten finden.

Um diese Frage zu beantworten wurden einige sogenannte Tracking-Programme zur Besucher-Analyse entwickelt. Eines der wohl am bekanntesten dieser Programme gibt es bei Google und nennt sich schlicht "Google Analytics". Es gibt daneben aber auch noch einige andere Programme, die ebenfalls kostenfrei erhältlich sind. So zum Beispiel Piwik, BBClone und eben Woopra.

Direkt vorweg: Woopra hat ebenso wie Google Analytics Defizite in Sachen Datenschutz, da auch dort sämtliche Besucherdaten an Server in die USA übermittelt werden. Was natürlich nicht gerade nach deutschen Datenschutzgesetzen konform ist.

Hauptknackpunkt von Google Analytics ist aber die verspätete Datenauslieferung der Besucherdaten. Hier setzt nun Woopra an, da es Besucherdaten in Echtzeit im Live-Modus übermittelt. Es ist schon ein Erlebnis, wenn man die Besucher live auf seiner Internetseite wandern sieht, welche Seiten sie sich gerade anschauen, wie lange etc. Ich habe auch mal live einige Bestellungen verfolgt, die in einem Shop ausgeführt worden sind. Schon genial, wenn man den Kunden die Order absenden sieht, man dann 2 Sekunden späten in seinen Email-Eingang sieht und die Bestellung drin liegt. – Echt klasse!

Da kommt Google wirklich nicht mit! Kleines Bonbon am Rande: Wenn ein Besucher auf der Homepage ist, und man ihm in Live-Modus sieht, kann man sogar direkt mit ihm chatten ! Schon krass dieses Tool.

Momentan läuft Woopra in der Beta-Phase und somit noch nicht 100% stabil. Es ist aber auf jeden Fall einsetzbar. Was mir allerdings nicht gefällt: Es werden nicht alle Besucher erfaßt, die zum Beispiel über eine Adwords-Kampagne auf die Seite kommen. Woran dass liegt weiss ich nicht. Vielleicht wird das noch behoben. Google Analytics ist hier wesentlich genauer. Dort werden die meisten Besucher korrekt erfasst.

Sicherheitshalber habe ich 3 Tracking-Tools mal gleichzeitig nebeneinander laufen lassen und dann die Ergebnisse verglichen. Google Analytics war hier am genauesten, BBClone knapp dahinter. Woopra belegte in Sachen Vollständigkeit den letzen Platz. Hier fehlten einfach zuviele Besucher, die von den anderen beiden Trackern zuverlässig aufgezeichnet worden sind. Außerdem werden die Woopra-Daten nur 30 Tage lang gespeichert. Bei Piwik hat man sie immer auf dem eigenen (!) Server vorhanden.

Allerdings ist Woopra im Live-Modus wirklich eine Wucht. Muss man gesehen haben. – Ist wie Fernsehen! Ein kleines Beispiel für den Live-Modus findet man bei Stefan. Zusätzliches Video bei Thomas. Klasse, hm? Wie er zurecht schreibt, wäre ihm Woopra einige Euro wert, wenn es kostenpflichtig werden würde. Mir auch. Benjamin ist von Woopra auch ganz angetan.

Woopra versendet die Zugange nur per Einladung. Da ist schon etwas warten angesagt. Vier bis sechs Wochen sind keine Seltenheit. Aber: Es lohnt sich!

Um somit auf die anfängliche Frage zurückzukommen: Kann Woopra Google Analytics ersetzen? Meiner Meinung nach NOCH nicht. Dafür sind die aufgezeichneten Daten noch zu ungenau, weil halt eben noch Beta-Phase läuft. Und die korrekte Aufzeichnung der Besucherdaten ist nun mal die Kernfunktion eines Tracking-Programms. Deswegen ist Woopra für den professionellen Einsatz noch nicht geeignet und kann Google Analytics noch nicht das Wasser abgraben. Wenn diese Kinderkrankheiten aber ausgemerzt sind, dürfte sich Google Analytics (was ja früher bekanntlich Urchin war und dann aufgekauft worden ist) warm anziehen.

Im Live-Modus kann derzeit nur noch der professionelle E-Tracker auf gleichem Level mithalten. Der ist allerdings kostenpflichtig (und auch leistungsfähiger für den gewerblichen Einsatz). Für den kostenlosen Einsatz im Live-Modus ist Woopra derzeit jedoch das Maß der Dinge. Wenn man auf längerfristige Datenhistorien wert legt, ist Piwik vorzuziehen. Das gilt ebenso, wenn man sich datenschutzrechtlich konform verhalten möchte.

Piwik und Woopra kann man natürlich auch gut miteinander gleichzeitig verbinden – dann hat man das Beste aus zwei Welten! Probiert es einfach mal aus.

 

Kostenlose Google Analytics Open Source Alternative

Es soll ja einige Zeitgenossen geben, die dem Google-Credo "Don´t be evil" nicht so ganz vertrauen. In Zeiten akuter Datensammelwut und Datenmißbrauch ist das sicher verständlich. Ich habe auch so meine Bedenken, dem quasi Monopolist alle meine Trafficdaten quasi frei Haus zu liefern. Allerdings fiel es bislang schwer, eine entsprechende Alternative zu Google Analytics zu haben. Dieses Problem scheint nun zumindest in gewissen Grenzen nicht mehr vorhanden zu sein. Seit einiger Zeit habe ich bei mir Piwik im Test Einsatz:

Piwik hat zwar noch Beta-Status, läuft aber schon ganz gut. Mir gefällt es jedenfalls. Damit sind mehrere Domains trackbar und in graphisch ansprechender Weise auf Widget-Basis darstell- und konfigurierbar. Piwik ist übrigens eine Weiterentwicklung von phpmyvisits. Hier mal eine kurze Auflistung der subjektiven Vor- und Nachteile.

Nachteile:

  • - (Noch) kein richtiges Conversion-Tracking möglich
  • - Versteckter Backlink von der getrackten Seite auf Piwik.org nervt
  • - Keine überlappenden Zeitvergleiche der Besucherstatistiken möglich
  • - Anzeige der Keywords ist bei längerern Suchbegriffen abgeschnitten und nur über Title-Tag sichtbar
  • - Zeigt keine Suchmaschinen-Bots an, da Javascript-Code

Vorteile:

  • + Kostenfrei da Open Source
  • + Einfach serverseitig zu installieren und auf Zielseite mit Code einzufügen
  • + Deutsche Sprache einstellbar
  • + Freie Gestaltung und Anzeige der Daten per Widget-Verschiebung möglich
  • + Einfaches Update möglich (hochkopieren der neuen Dateien auf den Server)
  • + Multi-Domain-Fähig
  • + KEINE Datensammlung des Besuchertraffics durch Dritte, da auf eigenem Webspace gehostet

Zusammenfassend kann ich sagen, dass trotz einiger Nachteile (die Software ist immerhin noch offiziell Beta!) die Vorteile bei mir Analytics vom Webspace verdrängt haben. Ausschlaggebend war da der Datenschutzgedanke. Allerdings ist Piwik für den professionellen Einsatz meiner Meinung nach noch nicht geeignet, da ein echtes und effektives Conversion-Tracking (noch) nicht von Haus aus möglich ist. Da ist definitiv noch Verbesserungspotential gegeben. Für den privaten Einsatz oder auf Seiten wo Conversions nicht so die Rolle spielen ist Piwik bereits jetzt eine sinnvolle Alternative zu Google Analytics.

WordPress mit BBClone verbinden

Na endlich: WordPress funktioniert nun auch mit BBClone mit Anzeige der Unterseiten ! Habe oft den BBClone als Trackingsoftware im Einsatz. Bisher war ich ehrlich gesagt immer zu faul zu sehr unter Zeitstress, um mich mit WordPress und der genauen Integration von BBClone zu kümmern. Eine Anleitung dafür habe ich jetzt hier gefunden.

Und damit der Hack auch sicherheitshalber noch vorhanden ist wenn es die Seite nicht mehr geben sollte, hier der Workaround:

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Füge der  wp-blog-header.php auf deinem Webspace folgende Zeilen hinzu:

gzip_compression();

//– Insert BBclone Code from here @
define("_BBC_PAGE_NAME", get_bloginfo("name") . wp_title("/", false));
define("_BBCLONE_DIR", "/full/path/to/bbclone/");
define("COUNTER", _BBCLONE_DIR."mark_page.php");
if (is_readable(COUNTER)) include_once(COUNTER);
//– @ to Here

require_once(ABSPATH . WPINC . ‘/template-loader.php’);

endif;

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Wobei man in der Zeile

define("_BBCLONE_DIR", "/full/path/to/bbclone/");

den Bereich ""/full/path/to/bbclone/" durch das eigene BBClone-Verzeichnis ersetzt. Also wenn das BBClone-Verzeichnis auf der obersten Verzeichnisebene des Servers liegt und Du es in z.B. "Tracker" umbenannt hast, dann muss die oben stehende Zeile wie folgt abgeändert werden:

define("_BBCLONE_DIR", "Tracker/");

Das Schöne an der Lösung ist, dass nun auch die Unterseiten bei BBClone angezeigt werden und man somit alle aufgerufenen Seiten auf einen Blick (inklusive Verweildauer der Besucher und Klickpfad) hat.

Bisher hatte ich nur immer (aus den besagten Zeitgründen…) die erste Seite getrackt. Was natürlich bei den Zugriffsstatistiken dann hinten und vorne nicht mehr gestimmt hat. Aber jetzt habe ich ja die Lösung des Problems. Wer weitere Ideen/Hacks dazu hat kann sich ja hier gerne mal melden.