Monatsarchiv für Juli 2009

 
 

Hilfe zum erstellen eines Impressums für Blogs und Homepages

Viele der Besucher von diesem Blog suchen nach Informationen, wie man ein rechtssicheres Impressum erstellt. Jetzt bin ich kein Rechtsanwalt und kann in dieser Frage natürlich keine rechtsverbindlichen Auskünfte geben. Was aber dennoch den meisten weiterhelfen dürfte, sind die Informationen aus dem Bundesjustizministerium in Bezug auf eine Pflicht zum Erstellen eines Impressums.

Dieser Leitfaden für ein Impressum ist einfach zu lesen und enthält die wichtigsten Informationen. Allerdings steht auch selbst in dieser Broschüre direkt im ersten Absatz "Die Hinweise können nicht alle erdenkbaren Fallgestaltungen abdecken und keinesfalls eine rechtliche Beratung im Einzelfall ersetzen." - Alles klar!? Zumindest dürften die Anwälte aus dem Justizministerium damit für weitere Umsätze bei Ihren beratenden Kollegen aus der gleichen Zunft sorgen.

Vom Prinzip her ist der Sinn eines Impressums eigentlich relativ einfach: Es soll den Verantwortlichen rechtlich "greifbar" machen, wenn etwas nicht in Ordnung ist.  Dies erfordert dann natürlich dort einige Kontakt-Informationen. Welche das dann genau sind ist immer auf den Einzelfall abzustimmen. Im Zweifelsfall besser etwas mehr Angaben reinschreiben als weniger. Da aber an die Kennzeichnungspflicht immer neue Anforderungen gestellt werden, sollte man sich von Zeit zu Zeit auf dem Laufenden halten. Empfehlenswert sind dafür Newsletter von entsprechenden Rechtsanwälten.

Navigation und Usability einer Website verbessern

Hand auf´s Herz: Wie gut wird Deine Homepage/Blog/Website von den Surfern angenommen? Sicher eine nicht einfach zu beantwortende Frage. Oft weiss man zwar WIE die Surfer einen mit seiner Website finden aber WAS sie dann darauf machen bleibt oft im Dunkeln. Analyseprogramme wie Google Analytics, Piwik oder Nedstat (der Rolls-Royce unter den Tracker-Programmen) bieten zwar meist exzellente Daten über den Besucherstrom, können jedoch mit den Besuchern die schon auf einer Seite sind in Sachen Usability wenig anfangen.

In diese Lücke stößt nun Vistrac ! Hierbei handelt es sich um eine deutliche Weiterentwicklung des ehemaligen "Tape Failure" von Joshua Gross mit wesentlich mehr Funktionen. Mit einem Demo-Account kann man sich einen ersten Eindruck von dem Tool verschaffen. Was mir als allererstes aufgefallen ist: Keywords oder Referer-Angaben fehlen völlig. Etwas ungewohnt bei einem Analyse-Programm, was aber nicht weiter verwunderlich ist da Vistrac sich primär darum kümmert, was Besucher AUF einer Seite machen - und nicht wo sie aus den Weiten des Internets nun herkommen.

Ein Schwepunkt von Vistrac ist die Anlayse der Verweildauer der Besucher bei unterschiedlichsten Punkten. Sei es nun die Analyse der meist betrachteten Seitensektionen (Auf welchem Teil der Internetseite die Leute am meisten verweilen), Heatmap-Übersicht der Klick-Spots, Aufnahme der Verweilzeiten bei Formularen (bisher Einzigartig - ideal zur Usability-Messung von unterschiedlichen Formular-Varianten) oder auch die exakte Aufzeichnung und Visualisierung von Besucher-Trichtern (Superfunnel). Meiner Meinung nach ist Vistrac am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, stellt sich jedoch schnell als sehr nützliches Tool heraus.

In der Demo-Variante ist Vistrac noch etwas begrenzt. Mit den kommerziellen Versionen von monatlich $19 - $149 hat man diese Beschränkungen je nach Version nicht mehr. Alle Webdesigner die sich für Usability-Fragen bei der Webseitenerstellung interessieren sollten sich das Teil mal ansehen. Stolpersteine bei der Navigation auf einer Website sollten somit schnell(er) erkennbar sein. Da hier Besucherdaten aufgezeichnet werden (Serverstandort USA) sollte man die Datenschutzfrage auch nicht gerade vergessen…

Ist Nutzung kostenloser Fotos mit CreativeCommons-Lizenz abmahnsicher?

Häufig brauch man zur Veranschaulichung seiner Blogposts oder Homepage bzw. Printprodukte guten Foto-Content. Sprich: Bilder und Fotos. Nur betritt man bei der Nutzung dieser Fotos ein juristisches Minenfeld, bei dem selbst erfahrene Juristen ins schlingern kommen können. Es gibt zwar die Creative-Commons-Lizenzen (CC) die u.a. bei Flickr zum Einsatz kommen und die man verwenden darf, die jedoch nicht frei von Rechten Dritter sind. Konkret: Es besteht trotz einer CC-Lizenz Abmahnungsgefahr! Es reicht nämlich nicht aus, wenn nur z.B. der Fotograf eines Bildes die Rechte per CC freigibt!

Wenn nämlich ein Foto mit einer Person gemacht worden ist, ist zwar das Foto an sich per CreativeCommons frei zur Nutzung vom Fotograf gestellt worden, allerdings hat die abgelichtete Person auch Rechte! Und hier kann es teuer werden, wenn man diese Rechte nicht beachtet hat. Deswegen sollte man immer auch Rechte Dritter in Erwägung ziehen, die bei der Nutzung eines CC-Fotos berührt werden können. Beispiele dafür sind die Aufnahmen von ein Haus, einer Skulptur, eines Künstlernildes etc. hier sind vor einer Aufnahme sicherheitshalber die Rechte-Inhaber um Genehmigung zu fragen. Natürlich idealerweise schriftlich, damit man auch was in der Hand hat. Sehr schön erklärt ist diese nicht ganz einfach zu verstehende Materie im Advisign-Blog. Und zwar hier (Teil1) und hier (Teil2). 

Also im Zweifel bei der Nutzung eines Bildes mit CC-Lizenz auch die Rechte der abgebildeten Personen oder die Rechteinhaber der Objekte berücksichtigen! Sonst kann es teuer werden.

Alle Feeds und Bookmarks verschwunden?!

Da hat mich fast der Schlag getroffen: Nachdem eine schöne Bookmarksammlung inklusive interssanter Feeds aufgebaut worden ist, habe ich durch eine Fehlfunktion der Maus (kein Witz!) einen Großteil dieser Daten ins Nirvana gesendet. Ärgerlich hoch zehn! Deswegen vertraue meine Feeds jetzt nicht mehr dem Firefox-Reader "Brief" an, sondern einem externen Reader: Feeddemon. Bin mal gespannt wie der sich so handhaben läßt. Soll ja ein gutes Teil sein.

Wer gute Alternativen kennt: Nur her damit! Bis auf den Google-Feed-Reader sind sämtliche Vorschläge wilkommen.Nochmal will ich nämlich nicht riskieren, dass ein großer Teil der Feeds flöten geht. Schließlich dauert es seine Weile, bis man alle wieder zusammen hat. Und das nimmt gar nicht mal so wenig Zeit in Anspruch…

Adwords Keywords jetzt einfacher zu bearbeiten

Vorhin bei Mathias gefunden: Bei Adwords kann man jetzt mit einer eingebauten Excel-like Tabelle sämtliche Keywords bearbeiten. Was bisher nur über den externen Adwords-Editor oder eine API-Lösung möglich war kann jetzt auch ganz einfach in Adwords intern durchgeführt werden. Feine Sache! Unten mal ein paar Screenshots, wo man diese neue Funktion findet und wie sie in der Anwendung ausschaut. Da vergisst man den Lapsus bei der Firefox-Umstellung doch glatt…