Monatsarchiv für September 2008

 
 

Einsatz von Corporate Blogs: Worauf man achten sollte

Corporate Blogs werden auch bei uns in Deutschland immer beliebter. Kein Wunder, stellen sie doch eine exzellente Möglichkeit dar, gezielt auf sich und sein Unternehmen bzw. dessen Produkte aufmerksam zu machen. Aber das ist ja weiss Gott nicht alles. Neben der Selbstdarstellung kann somit ein Dialog mit Kunden aufgenommen werden, der auf diese Art und Weise per Print schlichtweg unmöglich wäre. Der große Vorteil bei den Blogs liegt dabei in der schlichten aber emminent wichtigen Tatsache, dass der Kommunikationsweg nicht mehr wie bisher eingleisig verläuft, sondern auch einen unmittelbaren Feedback-Kanal für den Leser beinhaltet. – Und zwar direkt und ungefiltert !

 

Allerding wird man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Schiffbruch erleiden, wenn man nun der PR- oder Marketing-Abteilung grünes Licht für den Start eines Corporate-Blogs gibt und "die mal machen solllen". Eine kurze und knackige Liste mit Tipps und Hinweisen für Corporate-Blogs habe ich bei Colin gefunden. Damit sind natürlich nicht alle Aspekte eines erfolgreichen Corporate-Blogs abgedeckt (da sollte schon ein Experte zu konsultiert werden) aber einen ersten roten Faden stellt es auf jeden Fall mal dar. Zumindest weiss man dann schon mal, auf was man auf jeden Fall achten sollte. Einfach mal losrennen und hoffen dass man das Ziel findet erreicht ist nur die zweitbeste Lösung. ;-)

 

Jobsuche 2.0 : Kreative Variante der Stellensuche per WordPress

Habe ich in meinem Feed-Reader gefunden und nicht schlecht gestaunt: Eine Stellensuch-Anzeige vom Schreiber eines WordPress-Blogs per Feed-Plugin:

Jobsucher per WordPress 





Habe ich so noch nirgendwo in dieser Art und Weise gesehen. Auf jeden Fall eine echt gute Idee: Der Schreiber beweist Kompetenz, Kreativität und Mut bei der Stellensuche. Ich nehme mal an, dass als Plugin das (c) Feed von Frank Bueltge verwendet wurde. Da wird mal Werbung in eigener Sache gemacht, anstatt irgendwelche Affiliate- oder Adsensewerbung zu vertickern. So wird ein Plugin bestmöglich eingesetzt.

 

Das gute an dieser Art der Stellensuche: Es steht nicht groß im Internet drin und die affinen Leser sehen es per Feed-Reader trotzdem. Wer diesen Autor gerne für sein Unternehmen einstellen möchte (Raum Bremerhaven) kann sich gerne bei mir wegen der Kontaktdaten melden. Würde mich wundern, wenn der Schreiber lange auf dem Arbeitsmarkt zwecks Einstellung erhältlich ist. Hut ab vor dieser Idee!

Shop mit WordPress-Plugin erstellen

Yo, unser herzallerliebstes WordPress kann auch gut als CMS agieren und einen Shop darstellen. Für den Shop brauch man natürlich (wie beim CMS) ein entsprechendes Plugin. Ein sehr interessantes Plugin ist dafür das WordPress e-Commerce-Plugin.  Besonders hervorzuheben ist hierbei, dass es sich um ein kostenloses Plugin handelt und nicht an Funktionen geizt.

 

Natürlich ersetzt so ein Plugin nicht eine entsprechend spezialisierte Shopsoftware wie Magento oder XTCommerce, kann aber durch aus für kleinere Projekte zum Einsatz kommen. Da WordPress ja besonders stark in Sachen Templates ist, sollte sich sicher für jeden Geschmack was sinnvolles finden lassen.

 

Ein paar schöne Beispiel-Shops mit WordPress gibt es bei Lopsta zu besichtigen. Da sag noch mal einer, WordPress kann nichts mit Shops! :-)

Email: Sichere Email durch Bundesregierung per Gesetz?

Auweia: Die Bundesregierung plant mal wieder was in Sachen Internet ! Diesmal ergötzen uns die Bundesbüttel mit einem grandiosen Vorschlag: Deutschland soll eine sichere Email-Struktur ("De-Mail") bekommen. Wenn man sich auf Heise die Info mal durchliest,  kommt einem eigentlich sofort eine Frage im Hinterkopf auf: Wieder mal eine neue Idee zur Überwachung der Bürger? Kann gut sein, bei der Datensammelwut der Behörden.

 

Aber ich finde es eher vermessen darauf zu spekulieren, Deutschland als eine Oase der sicheren Emails zu propagieren. Mit entsprechenden Fake-Programmen kann man bereits heute Absender und Herkunft sehr gut verschleiern. Das wird sich bestimmt nicht groß in der Zukunft ändern.

 

Was mich mehr interessiert: Falls es wirklich zu einer solchen Entwicklung kommen sollte: Werden wir dann als Deutsche in Zukunft zur Nutzung dieses Email-Protokolls verpflichtet werden? Innerhalb des deutschen Staatsgebietest könnte dies ja durch aus per Gesetz erzwungen werden. Angeblich soll die Umsetzung ja durch private Dienstleister erfolgen. – Aber welchen Nutzen hätten die bitteschön daraus? Könnte eventuell sein, dass es von den Bundesbütteln angedacht ist eine Lösung in Richtung Open Source zu entwickeln. So in etwa kommt es ja in dem Beitrag rüber.

 

Allgemein habe ich ein ungutes Gefühl, wenn einem ein Staat vorschreibt, wie man persönlich seine Informationen zu übermitteln hat. Würde mich nicht wundern, wenn diesem neuen Email-Protokoll nicht irgendwelche Spitzel-Schnittstellen angefügt werden. Es könnte ja schliesslich zur Terrorabwehr "unbedingt erforderlich" (?)  sein, von Millionen Email-Nutzern die Emails zu durchleuchten. Wird zwar heute eh schon routinemäßig gemacht, aber das würde nochmehr in Richtung Orwell gehen.

 

Aber ehrlich gesagt traue ich den Bundesbütteln nicht viel in dieser Sache zu. Aus einem guten Grund: Sie haben keine Ahnung von der Materie und noch viel weniger, wie so etwas überhaupt technisch umzusetzen wäre. Ich darf nur mal an das lächerliche und zugleich peinliche Projekt der Bundesbüttel mit der Suchmaschine Quaero erinnern. Das ging ebenfalls aus wie das Hornberger Schiessen… ;-)

 

In den Foren bei Heise gibt es zu dem Thema eine sehr rege Beteiligung.

Abmahnanwalt zu 14 Monaten ohne Bewährung verurteilt

Jetzt geht es ihm wohl echt an den Kragen: Der berühmt berüchtigte Abmahnanwalt Günther Freiherr von Gravenreuth wurde zu einer 14 monatigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt. Da er bereits eine Bewährungsstrafe wegen Veruntreuung von Mandantengeldern kassiert hatte ging dieser Vorgang auch in das jetzt erteilte Urteil ein. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und von Gravenreuth hat noch 7 Tage Zeit dagegen einen Revisionsantrag beim zuständigen Kammergericht zu stellen. Ob dies allerdings von Erfolg gekrönt sein wird ist durchaus zweifelhaft.